Die ganze Kraft der Gefäßkörper kommt aus ihrem Innern.

Ich begebe mich in die Materie Ton hinein, tauche unmittelbar in die formende Aktion ein. Das plastische Formen der Gefäßkörper als organische, sich im Wachstum befindliche Energieform, erfolgt von Innen nach Außen.

Die Arbeiten umkreisen Themen wie vermeintliche Leere, angefülltes Nichts und positiver Negativraum. Es geht um die Aneignung von Raum aus einem Kraftzentrum heraus. Die eigene körperliche Kraft und die des Tons befinden sich in einer Balance.

Ähnlich der den menschlichen Körper umgebenden Haut, umhüllt eine dünne meist hellere Hautschicht den dunkleren Ton.

Das mehr oder weniger starke Aufreißen dieser Außenhaut hängt vom jeweiligen Trocknungsgrad des Tons und der von mir ausgeübten Intensität des Innendrucks ab.

Die Gefäßkörper umschließen ein Stück vermeintlicher Leere, die sich unserer Beobachtung entzieht und mehr als energetische Kraft spürbar wird.

»...Die schmale Mündung lässt den Betrachter an Kräfte glauben, die aus dem Gefäß selbst erwachsen. Das Gefäß wird zum Körper.«

(Dr. Sabine Runde, Museum für Angewandte Kunst Frankfurt)